Vaultwarden vs. Bitwarden Cloud: Passwort-Manager selbst hosten und Kosten sparen
Vaultwarden vs. Bitwarden Cloud im Vergleich: Kosten, DSGVO, Self-Hosting und Funktionen. Warum der selbstgehostete Passwort-Manager für KMUs sinnvoll ist.
Kosten: Per-User vs. Flatrate
Bitwarden Teams kostet 3€ pro Nutzer pro Monat, Enterprise 5€/User/Monat. Bei 25 Mitarbeitern sind das 75€ bzw. 125€ monatlich — nur für den Passwort-Manager. Vaultwarden über enkubate ist in allen Paketen enthalten — ohne Per-User-Gebühren, ohne Premium-Aufpreise. Die Bitwarden-Premium-Features (TOTP-Generator, Dateianhänge, Emergency Access) sind bei Vaultwarden standardmäßig für alle Nutzer aktiviert. Für wachsende Teams macht das einen erheblichen Unterschied gegenüber Bitwarden, wo die Kosten linear mit jedem neuen Mitarbeiter steigen.
Sicherheit und Verschlüsselung
Beide Lösungen verwenden Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit AES-256-CBC und HMAC-SHA256. Das Master-Passwort wird mit PBKDF2-SHA256 oder Argon2id gehasht. Der Server sieht nie Klartext-Passwörter. Der Unterschied liegt im Vertrauen: Bei Bitwarden Cloud vertraust du dem Bitwarden-Team und Microsoft Azure. Bei Vaultwarden über enkubate kontrollierst du die Infrastruktur. Der Quellcode von Vaultwarden ist öffentlich auf GitHub einsehbar — du kannst genau nachvollziehen, wie deine Daten verarbeitet werden. Für Unternehmen, die einem Sicherheitsaudit unterliegen, ist diese Transparenz oft eine Anforderung.
DSGVO und Compliance
Passwörter gehören zu den sensibelsten Daten eines Unternehmens. Bitwarden Cloud speichert verschlüsselte Vaults auf Microsoft Azure in den USA. Bitwarden argumentiert, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einen Zugriff durch Dritte verhindert — technisch korrekt, aber datenschutzrechtlich reicht das vielen Datenschutzbeauftragten nicht. Vaultwarden über enkubate speichert alles auf deutschen Servern. Du hast volle Kontrolle über die Datenbank, kannst jederzeit Backups erstellen und die Daten exportieren. Für Branchen wie Recht, Medizin und Finanzen, die besonderen Datenschutzanforderungen unterliegen, ist das ein entscheidendes Kriterium.
Funktionsvergleich und Apps
Du nutzt mit Vaultwarden die offiziellen Bitwarden-Apps — für iOS, Android, Windows, macOS, Linux und alle gängigen Browser. Die Nutzererfahrung ist identisch. Autofill, Passwort-Generator, sichere Notizen, Kreditkarten-Speicher — alles funktioniert genauso wie mit Bitwarden Cloud. Vaultwarden aktiviert zusätzlich alle Premium-Features ohne Aufpreis: TOTP-Authentifikator, verschlüsselte Dateianhänge, Emergency Access und Bitwarden Send (verschlüsseltes Datei- und Text-Sharing). Organisationen mit geteilten Tresoren und Zugriffssteuerung sind ebenfalls enthalten. Die einzige Einschränkung: Bitwarden-SSO mit SAML/OIDC erfordert in der Cloud den Enterprise-Plan.
Vaultwarden vs. Bitwarden Cloud
So löst enkubate das
Läuft auf deutschen Servern, vollständig verwaltet (Updates, Sicherheit, Backups), DSGVO-konform. All-Inclusive ab 49 €/Monat – keine Per-User-Gebühren.
| Kriterium | Vaultwarden | Bitwarden Cloud |
|---|---|---|
| Preis | Inklusive im enkubate-Paket (keine Per-User-Kosten) | Ab 3€/User/Monat (Teams), 5€/User/Monat (Enterprise) |
| Premium-Features | Alle inklusive (TOTP, Anhänge, Send) | Aufpreis für Premium ($10/Jahr pro Nutzer) |
| Nutzerlimit | Unbegrenzt | Unbegrenzt (Kosten steigen pro Nutzer) |
| Serverstandort | Deutschland (enkubate Managed Hosting) | USA (Microsoft Azure) |
| Open Source | Ja (AGPL-3.0) | Ja (Bitwarden-Server unter AGPL-3.0) |
| Self-Hosted | Ja, als Managed Service über enkubate | Selbst-Hosting möglich (hoher Aufwand) |
| DSGVO-konform | Ja, volle Datensouveränität | Eingeschränkt, verschlüsselte Daten in den USA |
| Apps | Offizielle Bitwarden-Apps (alle Plattformen) | Offizielle Bitwarden-Apps (alle Plattformen) |
| Verschlüsselung | AES-256, Ende-zu-Ende | AES-256, Ende-zu-Ende |
| Updates | Automatisch durch enkubate | Automatisch durch Bitwarden |
Angaben zum Vergleichsprodukt beruhen auf öffentlich zugänglichen Informationen. Stand: 26. Mai 2026.
Häufige Fragen
Kann ich die Bitwarden-App mit Vaultwarden nutzen?
Ja, Vaultwarden ist kompatibel mit allen offiziellen Bitwarden-Apps. Du gibst in den App-Einstellungen einfach die URL deines Vaultwarden-Servers an. Die Nutzererfahrung ist identisch.
Sind meine Passwörter bei Vaultwarden genauso sicher?
Ja, die Verschlüsselung ist identisch — AES-256 Ende-zu-Ende, der Server sieht nie Klartext. Zusätzlich hast du bei Vaultwarden volle Kontrolle über den Server und die verschlüsselte Datenbank.
Was passiert, wenn ich enkubate verlasse?
Du kannst jederzeit alle Passwörter über die Bitwarden-App exportieren (CSV oder JSON). Es gibt keinen Vendor-Lock-in. Die Daten gehören dir.
Unterstützt Vaultwarden Zwei-Faktor-Authentifizierung?
Ja, Vaultwarden unterstützt TOTP, FIDO2/WebAuthn, Duo und E-Mail als Zwei-Faktor-Methoden. TOTP für die Vault-Einträge ist ebenfalls als Premium-Feature inklusive.
Wie unterscheidet sich Vaultwarden vom offiziellen Bitwarden-Server?
Vaultwarden ist eine in Rust geschriebene, ressourcenschonende Reimplementierung der Bitwarden-Server-API. Es ist leichtgewichtiger, aktiviert alle Premium-Features und läuft auch auf kleiner Hardware problemlos.
Gibt es ein Limit für Nutzer oder Nutzung?
Nein. Der All-Inclusive-Preis von 49 € pro Monat enthält alle Apps ohne Per-User-Gebühren.
Wo werden meine Daten gespeichert?
Ausschließlich auf Servern in Deutschland, vollständig DSGVO-konform.
Bereit zum Ausprobieren?
Alle Tools vollständig verwaltet, DSGVO-konform, auf deutschen Servern – für 49 € im Monat.